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Wegen der vielen unterschiedlichen und über den ganzen Erdball verstreuten Hinweise, kann davon ausgegangen werden, dass sich das Tätowieren bei den verschiedenen Völkern der Erde selbständig und völlig unabhängig voneinander entwickelt hat. Tattoo´s werden in allen Kulturkreisen spezielle Bedeutungen zugeordnet, sei es im positiven oder im negativen Sinne. Tätowierungen können daher sehr unterschiedliche Funktionen und Bedeutungen haben. Weit verbreitet ist die Verwendung als Mitgliedszeichen (Yakuza, Gang´s, Geheimbünde, etc.). Oft werden Tattoo´s auch als Ausdrucksmöglichkeit, für politische oder kulturelle Abgrenzung, als Mittel zur Verstärkung sexueller Reize, als Schmuck und für Protestbekundungen genutzt. Heute sind Tattoo´s in einer sehr breiten Gesellschaftsschicht vorzufinden. Zahlreiche Prominente, die sich öffentlich mit Tätowierungen zeigten, trugen zu einer zunehmenden Akzeptanz bei. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts waren Tätowierungen fast nur bei Seeleuten, Soldaten, Angehörigen der Unterwelt oder Häftlingen zu sehen. In den späten 1980er Jahren entwickelte sich dann wieder ein gewisser Modetrend zu Tattoo´s. Vor allem spezielle Musikszenen machten Tätowierungen zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Subkultur. In den 1990er Jahren erfuhren Tätowierungen einen wahren Boom aus einem Modetrend heraus. Vor allem die Tribal-Tattoo´s erlebten hier ihre Hochblüte. Tribals (oder auch Irban genannt) fanden und finden in verschiedensten Formen und Farben den Weg unter die Haut. Ende der 1990er-Jahre gab es dann in der Tattoo-Szene einen starken Trend zu den Old-School-Motiven. Das sind Motive, die ihren Ursprung oft in alten Seemanns-tätowierungen haben. Beispiele für diese Motive sind Sterne, Schwalben, Anker oder Herzen. Um Anregungen oder Motive für eigene Tattoo´s zu finden, empfiehlt sich heutzutage das Internet. Im Web findet man eine grenzelose Zahl von Tattoo-Ideen und Tattoo-Motiven. Die verschiedenen Ideen und Einflüsse können sehr wertvolle Anregungen für das eigene Tattoo-Motiv bieten.
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